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Was ist Social Commerce eigentlich?

Um zu verstehen, was Social Commerce stellen Sie sich vor, dass sie auf Instagram bummeln statt im C&A? Für viele Personen ist dies heute Realität. Wie oft erwischt man sich selbst dabei, während man wieder mal auf Social Media unterwegs ist, sich zu fragen “Wo hat er dieses Hemd her?” oder “ Die Schuhe sehen gut aus, wo kann man sich die denn kaufen?”. Allerdings ist die Suche nach dem exakten Modell lang und anstrengend. Da wäre es doch viel praktischer, direkt über das jeweilige soziale Netzwerk einzukaufen. 

Diesen Gedanken hatten auch viele Unternehmen, die das enorme Marktpotenzial sozialer Medien erkannt haben. Jedoch wurde zuerst versucht, über Influencer, die Marke oder das Produkt für den Kunden attraktiver zu gestalten. Man nennt diese Methode auch Social Selling. Es gibt viele positive Aspekte von Social Selling, wie z.B. eine erhöhte Reichweite oder ein besseres Image. Und eigentlich gehört das komplette Portfolio des Onlinemarketings irgendwie auch zum Social Selling. Und am Ende steht oft der eigentliche Kauf des Kunden über einen Shop oder eine Terminbuchung.  So kommen wir zum eigentlichen Thema dieses Beitrags Social Commerce.

Durch ein gutes Auftreten auf den sozialen Netzwerken sitzt man direkt an der Quelle. 90% der Online-Shopper nutzen soziale Medien täglich. Das bedeutet, 90% der Menschen schauen sich jeden Tag Bilder und Videos von Dingen an, die eventuell gekauft werden könnten, wenn es nicht so anstrengend wäre, nach genau diesem Produkt auf irgendwelchen Online-Shops zu suchen. 

Mittlerweile ist es nicht mehr unüblich direkt von Instagram aus, über einen Link zum Shop weitergeleitet zu werden und seiner Kauflust freien Lauf zu lassen. Außerdem hilft es einem Unternehmen, wenn dann im Anschluss auch noch ein positiver Kommentar unter einem Post hinterlassen wird. 

Stellen wir uns folgende Situation vor.

Man befindet sich z.B. auf Instagram und sieht zufällig ein Shirt mit charmantem Aufdruck. Noch weißt du nicht, ob es das Shirt in deiner Größe gibt und schreibst einfach mal auf gut Glück den Account an. Nach nicht mal 2 min bekommst du eine Antwort und Du entscheidest dich, das Shirt zu kaufen. Du hast nicht aktiv gesucht und trotzdem bist du jetzt um ein Shirt reicher.  Du hattest dabei “persönlichen” Kontakt zur Brand, wurdest beraten und stehst im Dialog mit dem Unternehmen. Ein weiterer Faktor ist die Einfachheit des Kaufes. Du verlässt nicht deine gewohnte Umgebung oder musst extra auf eine andere Website etc. Wahrscheinlich unterhältst du dich sogar noch mit anderen Leuten in der Kommentarsektion, die auch gerade was gekauft haben und fühlst dich in deiner Entscheidung bestärkt.

 

Welche Möglichkeiten gibt es für Social Commerce?

Man bietet seinen Kunden die Möglichkeit, auf einen aufmerksam zu werden, eine emotionale Bindung zu der Marke aufzubauen, Rezensionen zu hinterlassen und direkt kaufen zu können. Das alles zentralisiert auf einer Plattform. Wieso Werbung bei sozialen Medien für seinen Onlineshop machen, wenn man direkt über die sozialen Medien verkaufen kann?  Die Zusammenfassung von all dem ist Social Commerce. 

Die verschiedenen Möglichkeiten wachsen stetig und es wird immer „einfacher“ direkt in Social Media zu kaufen. Trotzdem sind den Händler und Content Creators noch ein paar Hürden in den Weg gelegt worden und leider sind nicht alle Möglichkeiten „einfach“ aufzusetzen. Bei manchen Funktionen werden digitale Experten benötigt, denn es müssen mehrere Systeme synchronisiert werden, um den Kauf „so einfach wie möglich“ zu machen.

Wie kann man auf Social Media einen Kauf auslösen:

Klick auf Werbung in Google, Insta oder FB

Klick auf ein Bild (mit Textanker oder Direktlink) in einem Social Media Post

Klick auf einen Affiliatelink z.B. unter einem Video (der Shop erkennt den Link und der Affiliate (z.B. Influencer) bekommt direkt Provision für den Umsatz)

Kauf innerhalb der Kommentare oder des Messengers (z.B. über unseren Shopping Bot oder WhatsAppCommerce)

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